Bewerbung

Große Anerkennung für "Pflege mobil". Ausgezeichnet

Antonie Städter, MZ Bitterfeld, 20.08.2007


Verein "Selbstbestimmt leben"

Selbstbestimmt leben soll auch mit Demenzerkrankung möglich sein.

Neuer Verein informiert und unterstützt Betroffene und Angehörige - Bisher 15 Mitglieder.

Wolfen/MZ. Der Verein "Selbstbestimmt leben" wurde am Montag in Wolfen gegründet. Dazu befragte Antonie Städter im Vorfeld Gründungsmitglied Helgard Neumann.

Worum geht es in dem Verein?

Neumann: Er versteht sich als Interessenvertretung für Demenzkranke und deren Angehörige. Grundgedanke dabei ist, dass die Erkrankten Anspruch auf ein selbstbestimmtes Leben haben, weil sie - auch mit der Krankheit - eine Persönlichkeit haben, die es zu respektieren und zu fördern gilt. Zudem möchten wir mehr Transparenz in die Palette der Pflegeangebote bringen.

Wie entstand die Idee zur Gründung des Vereins?

Neumann: Initiatorin des Vereins ist Cornelia Heidrich, die Inhaberin eines ambulanten Pflegedienstes ist. Sie hat die Erfahrung gemacht, dass Angehörige mit der Problematik oft allein gelassen sind und viele Pflegevarianten nicht kennen.

Zum Beispiel?

Neumann: Etwa ambulant betreute Wohngemeinschaften für Demenzkranke als Alternative zur Heimbetreuung oder die Tagespflege, bei der die Erkrankten nur zu bestimmten Zeiten betreut werden, damit die Angehörigen zum Beispiel weiter arbeiten gehen können. Es gibt da ein großes Informationsdefizit - auch weil viele vor dem Thema Demenz die Augen verschließen. Genau da setzt der Verein an: Er soll neutraler Anlaufpunkt und Multiplikator für alle sein, die das Thema betrifft.

Wie wird die Arbeit des Vereins konkret aussehen?

Neumann: Es wird Beratungszeiten für Hilfesuchende geben und wir werden Öffentlichkeitsarbeit betreiben, um die Allgemeinheit über die Krankheit, mögliche Lebensformen und die Förderung Betroffener besser aufzuklären.

Wie viele Mitglieder hat der Verein bislang?

Neumann: Wir sind bisher etwa 15, darunter die Oberbürgermeisterin der Stadt Bitterfeld-Wolfen, Petra Wust, der Schulleiter der Euro-Schulen Bitterfeld / Wolfen, Joachim Soppa, und Landtagsmitglied Lars-Jörn Zimmer.
 

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