Bewerbung

Große Anerkennung für "Pflege mobil". Ausgezeichnet

Christine Krüger, MZ Bitterfeld, 26.08.2013


Grundsteinlegung am Goitzsche-Ufer beginnt

In Bitterfeld wird nach der Flut unmittelbar am Goitzsche-Ufer wieder gebaut.

Im "Palais am See" sollen für rund 4,2 Millionen Euro insgesamt 26 Wohnungen mit altersgerechter Ausstattung entstehen. Der Einzug soll im Juli 2014 gefeiert werden.

Bitterfeld/MZ. Rosemarie und Hans Kaufhold sind neugierig. Sie können sich vorstellen, künftig von einer kleinen Wohnung im Palais am See aus den Tag mit einem Blick auf die Goitzsche zu beginnen. Um sich zu informieren, ist das Ehepaar aus Holzweißig am Montag zur offiziellen Grundseinlegung für diese Seniorenresidenz am Bitterfelder Fritz-Heinrich-Stadions gekommen.

Cornelia Heidrich, Inhaberin des Pflegedienstes "Pflegemobil", investiert für den Bau rund 4,2 Millionen Euro unmittelbar am Goitzschestrand. Angst davor, dass ein weiteres Hochwasser gefährlich werden könnte, hat hier niemand - im Gegensatz zu vielen anderen Bitterfeldern wie Dieter Warnecke zum Beispiel. Seine Verwunderung, dass nach den Schrecken der Juni-Flut direkt am Ufer der Goitzsche weiter gebaut wird, als wäre nichts geschehen, ist groß. Nach der Katastrophe sei "man geneigt gewesen, den verbindlichen Versprechungen der Regierungen und Kommunen Glauben zu schenken, nie mehr in stark hochwassergefährdeten Gebieten Baumaßnahmen zuzulassen", so Warnecke.

Doch gerade dass gebaut wird, als wäre nichts geschehen, ist offenbar gewollt. Den Mut der Bauherrin, an diesem Projekt festgehalten zu haben, lobten nicht nur Oberbürgermeisterin Petra Wust (parteilos), sondern auch Wirtschaftsminister Hartmut Möllring (CDU), der amtierende Landrat Bernhard Böddeker und andere. "Die Goitzsche ist groß genug, da passen noch mehr Investitionen dran", sagt zum Beispiel Petra Wust. "Und da wird sich noch einiges tun." Für den Landtagsabgeordneten Lars-Jörn Zimmer (CDU) ist diese private Investition "ein deutliches Zeichen, dass die Erschließung der Goitzsche weitergeht". Schon im September werde ein weiteres Projekt am See folgen. "Wir sagen: Ja, die Flut war da, aber das hält uns nicht von unseren Visionen ab. Das hier ist ein gutes Fleckchen Erde zum Investieren."

Vor Baubeginn wurden der Flut geschuldete Veränderungen am Projekt vorgenommen. Das Fundament wurde angehoben, so dass es nun höher liegen wird als der Goitzschepegel, erläutert Bauleiter Ingo Weise. Zudem werde die Anschaffung professioneller Spundwände geprüft. Im Juli 2014 soll Einzug gefeiert werden. 26 Wohnungen mit altersgerechter Ausstattung werden dann entstanden sein. Zudem soll eine Wohngemeinschaft von zwölf pflegebedürftigen Menschen hier leben. Ein japanischer Garten, ein Kaminzimmer und eine Bibliothek vervollständigen die Wohnanlage.

Auch Kaufholds hätten keine Angst vor einer neuen Flut. "Ob hier evakuiert wird oder anderswo in Bitterfeld, ist gleich", sagt die frühere Zahnärztin. Das Angebot des Palais habe viele Vorteile. Vor allem die Chance, als Senioren die Zeit ohne all die Verpflichtungen, die Haus und Garten abverlangen, zu erleben. Und das in postkartenschöner Umgebung.
Grundsteinlegung für "Palais am See" am 26.08.2013 (Foto: Sebastian Bergner)
Grundsteinlegung für "Palais am See" am 26.08.2013 (Foto: Sebastian Bergner)
 

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